Mietwohnung und Nachbarn: Lärm vermeiden beim Sport
Wer in einer Mietwohnung trainiert, kennt das Problem: Die Nachbarn unter einem hören jede Hantel, jeden Sprung und jedes Stöhnen. Trittschall breitet sich über die Decke aus, und was für den Sportler wie ein normales Workout klingt, wird für den Mieter darunter zum Störfaktor. Dabei lässt sich das meiste vermeiden, ohne auf das Training zu verzichten. Entscheidend ist, wo und wie man trainiert – nicht ob.
Der erste Schritt ist die Wahl des Raumes. Ein Zimmer mit Teppichboden oder einem dicken Läufer dämpft Geräusche deutlich besser als Fliesen oder Parkett. Wer in einem Altbau mit Holzdielen wohnt, sollte besonders vorsichtig sein: Jeder Schritt überträgt sich auf die Balken und damit auf die gesamte Decke. Für Übungen mit Sprüngen oder schnellen Richtungswechseln eignet sich ein Raum über dem eigenen Keller oder Flur besser als direkt über dem Schlafzimmer der Nachbarn. Wer wenig Platz hat, findet unter Heimtraining auf kleinem Raum mit Bodenschutz praktische Hinweise, wie sich selbst eine kleine Ecke im Wohnzimmer sinnvoll nutzen lässt.
Die Uhrzeit spielt eine ebenso große Rolle wie der Raum. Zwischen 22 und 7 Uhr gilt die Nachtruhe, und auch mittags zwischen 13 und 15 Uhr wird in vielen Häusern Rücksicht erwartet. Wer morgens um sechs seine Klimmzüge macht, provoziert Konflikte – auch wenn das rechtlich vielleicht zulässig wäre. Besser ist es, das Training auf den späten Vormittag oder frühen Abend zu legen und an Sonn- und Feiertagen ganz darauf zu verzichten. Ein Blick in die Hausordnung klärt, welche Zeiten konkret gelten.
Matten und Gewichte machen den Unterschied. Eine dicke Fitnessmatte aus Gummi oder Schaumstoff dämpft Sprünge und schützt gleichzeitig den Boden. Für Hanteln und Kettlebells gehören Gummischeiben oder spezielle Unterlagen darunter, sonst schlägt das Metall beim Abstellen direkt auf den Estrich. Wer Ausdauertraining macht, sollte auf ein Rudergerät oder einen Heimtrainer setzen statt auf Seilspringen. Und wer unbedingt springen will, kann auf einen sogenannten Sprungturm zurückgreifen – ein kleines Podest, das Erschütterungen abfängt. Wer diese Punkte beherzigt, kann zu Hause trainieren, ohne dass die Nachbarn zum Türgriff greifen.